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E-Mail-Konfiguration zum Empfang von Spam


 
 Spam & Adressensammler
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Bevor Sie auf Ihren Webseiten dynamische E-Mail-Adressen einrichten, um die Mailsammlungen von Harvestern zu nachzuverfolgen, sollten Sie sich Gedanken machen, wie die Adressen strukturiert sein sollen. Denn bedenken Sie: Die Adressen, die ein Harvester einmal eingesammelt hat, können Sie im Nachhinein nicht wieder löschen! Auf unbestimmte Zeit wird an diese Adressen Spam versendet werden, ohne daß Sie dies irgendwann problemlos wieder stoppen können.

Einfachste Variante: Spezielle Domain registrieren

Am einfachsten machen Sie es sich, wenn sie zu diesem Zweck eine separate Domain registrieren, die sie jederzeit wieder kündigen können. Sie finden im Web Angebote, wo Sie ".de"-Domains mit E-Mail-Funktionalität bereits um einen Euro pro Monat erhalten. Achten Sie aber unbedingt darauf, daß Sie mittels POP3 oder IMAP Ihre Mails abrufen können. Bei den besonders preiswerten Accounts, die bereits für wenige Cent oder gar kostenlos erhältlich sind, ist vielfach nur eine Mail-Weiterleitung vorgesehen. Durch diese werden die E-Mail-Header jedoch verfälscht (insbesondere geht die Headerzeile "X-Envelope-To" verloren), so daß Sie davon keinen Gebrauch machen sollten.

Wenn Sie eine nur für diesen Zweck vorgesehene Domain registrieren, so können Sie damit auch ohne viel Vorüberlegung loslegen. Wenn Ihnen die Menge des als Spam eintreffenden Mülls irgendwann zu viel wird oder Sie Ihre Verfahrensweise ändern wollen, so können Sie die Domain einfach wieder kündigen oder bei Ihrem Provider eine Änderung des Domainnamens beauftragen.

Betrieb eines eigenen Mailservers

Wenn Sie die technischen Möglichkeiten dazu haben, können Sie natürlich auch einen eigenen Mailserver betreiben. Wenn Sie zudem noch Kontrolle über Ihren Domain-Nameserver haben, können Sie speziell zum Spamfangen eine Subdomain für E-Mail einrichten.

Einen eigenen Mailserver kann bei einem Provider abgelegt werden oder mittels dynamischem DNS auch bei Ihnen zu Hause, wenn Sie über eine Flatrate ohne Volumenbeschränkung an das Internet angebunden sind. Sie rufen dann die die E-Mails nicht per POP3 oder SMTP ab, sondern bekommen Sie mittels SMTP direkt zugeschickt.

Erforderlich dazu ist natürlich auch entsprechendes Know-How in diesem Bereich, denn eine allgemein verständliche Anleitung für den Betrieb eines eigenen Mailservers würde den Rahmen dieses Textes sprengen.

Nutzung der E-Mail-Funktion bei einem Webspace-Provider

Wenn Sie keinen eigenen Server betreiben, werden Sie in der Regel auf die preiswerten Angebote eines Webspace-Providers (z.B. Puretec, Loomes, Strato) zurückgreifen. Sie sollten auf jeden Fall darauf achten, daß die E-Mail-Funktionalität Ihres Providers ein "Catch-All" vorsieht. Dies bedeutet, daß sämtliche E-Mails, die an Ihre Domain eintreffen, gesammelt werden, ohne daß Sie die Empfängernamen explizit konfigurieren müssen.

Denn Sie haben bei den meisten Providern nur eine begrenzte Zahl von E-Mail-Postfächern. Mit dynamisch generierten E-Mail-Adressen, die Sie den Harvestern zum Fraß vorwerfen, können aber beliebig viele Adressen entstehen, an die Sie nachher Spam erhalten.

Bei dem Provider Strato beispielsweise wird so verfahren, daß alle Mails mit Empfängernamen, die Sie nicht konfiguriert haben, im Postfach "Postmaster" landen. Hier ist die Funktion "Catch-All" also generell eingeschaltet. Wenn Sie also, wie oben geschildert, eine separate Domain für den Empfang der Spam-Mails bei Strato anmelden, so brauchen Sie nur den E-Mail-Account "Postmaster" als POP3-Account zu konfigurieren und können fortan darüber sämtliche E-Mails, die an Ihre Domain geschickt werden, abrufen.

Beim Provider Puretec können Sie können Sie bestimmen, ob "Catch-All" eingeschaltet sein soll oder nicht, und sie können frei wählen, in welchem Postfach die Mails landen sollen. Um "Catch-All" bei Puretec einzuschalten, muß ein Postfach mit dem Usernamen "*" (Stern) konfiguriert werden.

Strukturierung der E-Mail-Adressen

Bei allen Beispielen und Anleitungen zu den E-Mail-Adressen im Rahmen dieser Thematik wende ich die gleiche Struktur an: Zuerst steht ein Kürzel für die Webseite, danach der Zeitstempel und die IP-Adresse des Seitenaufrufs, dann folgt das obligatorische "@" und danach die immer gleichbleibende Domain oder Subdomain.

Es kann aber durchaus auch Sinn machen, die Reihenfolge der einzelnen Bestandteile anders zu wählen, je nachdem, wie sie bei sich die eingehenden E-Mails verwalten oder wie technisch bei Ihrem Provider mit den E-Mails umgegangen wird.

Bei Strato beispielsweise gilt "Catch-all" nicht nur für nicht konfigurierte Usernamen (also den Teil vor dem "@"), sondern auch für beliebige Subdomainnamen. Wenn als beispielsweise example.com Ihre Domain bei Strato ist, so landen E-Mails an beispiel@example.com, beispiel@bergbau.example.com, beispiel@123.456.789.example.com oder beispiel@heiser.example.com alle im selben Postfach, nämlich im Postfach des Usernamens "beispiel" oder (sofern kein Postfach "beispiel" konfiguriert wurde) im Postfach des Usernamens "webmaster".

Somit gibt es die Möglichkeit, daß Sie die dynamisch generierten E-Mail-Adressen gegenüber den von mir gegebenen Anleitungen so umstellen, daß im Usernamen (also vor dem "@") nur die IP-Adresse des Aufrufers steht, während die Kennung für die Webseite und der Zeitstempel als Subdomain (also nach dem "@") eingebaut werden. Da ein Harvester-Durchlauf in der Regel mit einer IP-Adresse oder nur mit sehr wenigen IP-Adressen erfolgt, können Sie (nachdem Sie in einen Harvester identifiziert haben) gezielt ein POP3-Postfach für die aufgrund eines speziellen Harvester-Laufs an Sie gehenden Mails einrichten, indem Sie einfach dessen IP-Adresse als Namen eines Postfach konfigurieren. Eventuell sollte man zusätzlich zur IP-Adresse noch Monat und Jahr im Usernamen (also vor dem "@") einbauen, um zeitlich voneinander getrennte Harvester-Läufe, die unter derselben IP-Adresse passieren, voneinander trennen zu können.

Wenn Sie die eintreffenden Spam-Mails je nach Bedarf (d.h. abhängig von den Erkenntnissen, die sich anhand der Mails sammeln) auf verschiedene POP3-Postfächer sortieren lassen wollen, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, daß der Usernamen (der Teil vor dem "@") nicht länger wird als die maximale Länge des Postfachnamens, die Ihr Provider zuläßt (z.B. bei Strato sind dies 30 Zeichen).

Alles genau überlegt?

Nachdem Sie sich also nun eine passende Struktur der E-Mail-Adressen überlegt haben, können Sie endlich anfangen, die Adressen in ihre Webseiten einzubauen. Gehen Sie dazu in das richtige Kapitel:



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