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Betrieb eines eigenen Mailservers
Wenn Sie die technischen Möglichkeiten dazu haben, können Sie natürlich auch einen eigenen Mailserver
betreiben. Wenn Sie zudem noch Kontrolle über Ihren Domain-Nameserver haben, können Sie speziell zum
Spamfangen eine Subdomain für E-Mail einrichten.
Einen eigenen Mailserver kann bei einem Provider abgelegt werden oder mittels dynamischem DNS auch bei
Ihnen zu Hause, wenn Sie über eine Flatrate ohne Volumenbeschränkung an das Internet angebunden sind. Sie
rufen dann die die E-Mails nicht per POP3 oder SMTP ab, sondern bekommen Sie mittels SMTP direkt zugeschickt.
Erforderlich dazu ist natürlich auch entsprechendes Know-How in diesem Bereich, denn eine
allgemein verständliche Anleitung für den Betrieb eines eigenen Mailservers würde den Rahmen dieses Textes
sprengen.
Nutzung der E-Mail-Funktion bei einem Webspace-Provider
Wenn Sie keinen eigenen Server betreiben, werden Sie in der Regel auf die preiswerten Angebote eines
Webspace-Providers (z.B. Puretec, Loomes, Strato) zurückgreifen. Sie sollten auf jeden Fall darauf achten,
daß die E-Mail-Funktionalität Ihres Providers ein "Catch-All" vorsieht. Dies bedeutet, daß sämtliche
E-Mails, die an Ihre Domain eintreffen, gesammelt werden, ohne daß Sie die Empfängernamen explizit
konfigurieren müssen.
Denn Sie haben bei den meisten Providern nur eine begrenzte Zahl von E-Mail-Postfächern. Mit dynamisch
generierten E-Mail-Adressen, die Sie den Harvestern zum Fraß vorwerfen, können aber beliebig viele
Adressen entstehen, an die Sie nachher Spam erhalten.
Bei dem Provider Strato beispielsweise wird so verfahren, daß alle Mails mit Empfängernamen, die Sie
nicht konfiguriert haben, im Postfach "Postmaster" landen. Hier ist die Funktion "Catch-All" also generell
eingeschaltet. Wenn Sie also, wie oben geschildert, eine separate Domain für den Empfang der Spam-Mails
bei Strato anmelden, so brauchen Sie nur den E-Mail-Account "Postmaster" als POP3-Account zu konfigurieren
und können fortan darüber sämtliche E-Mails, die an Ihre Domain geschickt werden, abrufen.
Beim Provider Puretec können Sie können Sie bestimmen, ob "Catch-All" eingeschaltet sein soll oder
nicht, und sie können frei wählen, in welchem Postfach die Mails landen sollen. Um "Catch-All" bei Puretec
einzuschalten, muß ein Postfach mit dem Usernamen "*" (Stern) konfiguriert werden.
Strukturierung der E-Mail-Adressen
Bei allen Beispielen und Anleitungen zu den E-Mail-Adressen im Rahmen dieser Thematik wende ich die
gleiche Struktur an: Zuerst steht ein Kürzel für die Webseite, danach der Zeitstempel und die IP-Adresse
des Seitenaufrufs, dann folgt das obligatorische "@" und danach die immer gleichbleibende Domain oder
Subdomain.
Es kann aber durchaus auch Sinn machen, die Reihenfolge der einzelnen Bestandteile anders zu wählen,
je nachdem, wie sie bei sich die eingehenden E-Mails verwalten oder wie technisch bei Ihrem Provider mit
den E-Mails umgegangen wird.
Bei Strato beispielsweise gilt "Catch-all" nicht nur für nicht konfigurierte Usernamen (also den
Teil vor dem "@"), sondern auch für beliebige Subdomainnamen. Wenn als beispielsweise example.com Ihre
Domain bei Strato ist, so landen E-Mails an beispiel@example.com,
beispiel@kenntnis.example.com, beispiel@123.456.789.example.com
oder beispiel@versucht.example.com alle im selben Postfach, nämlich im Postfach des Usernamens "beispiel"
oder (sofern kein Postfach "beispiel" konfiguriert wurde) im Postfach des Usernamens "webmaster".
Somit gibt es die Möglichkeit, daß Sie die dynamisch generierten E-Mail-Adressen gegenüber den von
mir gegebenen Anleitungen so umstellen, daß im Usernamen (also vor dem "@") nur die IP-Adresse des
Aufrufers steht, während die Kennung für die Webseite und der Zeitstempel als Subdomain (also nach dem "@")
eingebaut werden. Da ein Harvester-Durchlauf in der Regel mit einer IP-Adresse oder nur mit sehr wenigen
IP-Adressen erfolgt, können Sie (nachdem Sie in einen Harvester identifiziert haben) gezielt ein POP3-Postfach
für die aufgrund eines speziellen Harvester-Laufs an Sie gehenden Mails einrichten, indem Sie einfach dessen
IP-Adresse als Namen eines Postfach konfigurieren. Eventuell sollte man zusätzlich zur IP-Adresse noch Monat
und Jahr im Usernamen (also vor dem "@") einbauen, um zeitlich voneinander getrennte Harvester-Läufe, die
unter derselben IP-Adresse passieren, voneinander trennen zu können.
Wenn Sie die eintreffenden Spam-Mails je nach Bedarf (d.h. abhängig von den Erkenntnissen, die sich
anhand der Mails sammeln) auf verschiedene POP3-Postfächer sortieren lassen wollen, sollten Sie auf jeden
Fall darauf achten, daß der Usernamen (der Teil vor dem "@") nicht länger wird als die maximale Länge
des Postfachnamens, die Ihr Provider zuläßt (z.B. bei Strato sind dies 30 Zeichen).
Alles genau überlegt?
Nachdem Sie sich also nun eine passende Struktur der E-Mail-Adressen überlegt haben, können Sie endlich
anfangen, die Adressen in ihre Webseiten einzubauen. Gehen Sie dazu in das richtige Kapitel:
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