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Alle Jahre wieder zu Weihnachten stellt man sich die Frage, was man Angehörigen und Freunden schenken soll. Deshalb habe ich hier ein paar interessante Bücher zusammengestellt. Mit einem Mausklick auf die Titelseite des jeweiligen Buches erhalten Sie weitere Informationen und können das Buch online bei dem Buchhändler Amazon.de bestellen.


George Orwell

Die gesellschafts- und zukunftskritischen Romane des 1950 verstorbenen George Orwell sind Bücher, die wohl nie an Aktualität verlieren, sondern die ganz im Gegenteil immer aktueller werden.

Mit seinem Märchen "Farm der Tiere" stellt George Orwell eine Fabel über politische Revolutionen, die Dummheit und Orientierungslosigkeit des gemeinen Volkes und die Akzeptanz von Obrigkeiten vor. Er malt ein düsteres und pessimistisches Bild politischer und gesellschaftlicher Kultur, das leider von der Realität immer wieder bestätigt wird.

Von Orwells Roman "1984" kennt wahrscheinlich jeder den allumfassenden Überwachungsmechanismus "Big Brother" und das Zitat "Big Brother is watching you". Als Orwell 1948 den Roman schrieb, drehte er für den Titel einfach die letzten beiden Ziffern der Jahreszahl um. So sorgte er in der 1980er-Jahren für eine heftige Diskussion eines möglichen deutschen Überwachungsstaates mit der Einführung neuer Medien wie Bildschirmtext und Kabelfernsehen.

Heute diskutiert kaum noch jemand über "1984", dabei ist der "Big Brother" gerade im Internet allgegenwärtig: Totalitäre Regime, z.B. im Nahen Osten, kontrollieren die Internet-Nutzung ihrer Bürger, auch in Deutschland werden von verschiedenen politischen Kräften stärkere Kontrollen befürwortet. Im täglichen Leben hier in Deutschland sind Überwachungskameras, Chipkartenleser, Mobiltelephonnetze mit automatischer Teilnehmerortung und polizeiliche Telephonüberwachung unsere täglichen Begleiter. Mit modernen Bilderkennungssystemen und der Vernetzung aller Computersysteme steht eine ausgereifte Technologie bereit, um aus den gewonnenen Daten nahezu vollständige Bewegungs- und Aktivitätsprofile aller Bürger zu erstellen.


Günter Wallraff

Der 1942 bei Köln geborene Journalist Günter Wallraff erregte vor allem Aufsehen durch sein 1977 erschienenes Buch "Der Aufmacher - Der Mann, der bei 'Bild' Hans Esser war". Und dem Namen "Hans Esser" hatte sich Günter Wallraff in die Redaktion der wohl mächtigsten Zeitung eingeschlichen und hatte es gewagt, sich damit mit dem Springer-Konzern anzulegen. Detailiert beschreibt Günter Wallraff seine Erlebnisse als Bild-Reporter. Er erklärt, wie sich die Macht der Bild-Zeitung begründet, wie hinter den Kulissen mit den zu vermarktenden Ereignissen und Schicksalen gespielt und wie Meinung gemacht wird. Er zeigt auf, wie zynisch die Reporter im Kampf um die Auflage mit Menschen aufgehen, welche Methoden sie anwenden, um an Bild- und Textmaterial zu kommen, wie geschickt Geschichten umgedichtet und getarnt werden, um sensationelle Reportagen zu erhalten und dennoch juristisch nicht angegriffen zu werden. Für einen kritischen und aufmerksamen Staatsbürger sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre gehören!

Günter Wallraffs Reportage "Zeugen der Anklage" ist die Fortsetzung der Enthüllung der Machart der Bild-Zeitung. Nach seiner Enttarnung als Bild-Reporter "Hans Esser" führte Günter Wallraff Gespräche und Reportage mit tatsächlichen und ehemaligen Bild-Reportern, mit von Bild geschädigten und verleumdeten Personen. Er belegt, wie die Bild-Zeitung Kritiker an totalitären Regimen wie damals Argentinien, Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft, mundtod macht. Daneben kommen auch die juristischen, die journalistischen und die verbrecherischen Feldzüge zur Sprache, mit denen die Bild-Zeitung und der Springer-Konzern versuchten, Günter Wallraff bei seiner Arbeit zu behindern und sein Ansehen in der Öffentlichkeit zu demontieren. Die juristischen Auseinandersetzung gingen sogar bis zum Bundesverfassungsgericht. Nach der Lektüre von "Der Aufmacher" ist "Zeugen der Anklage" die zwingend zu lesende Fortsetzung.

Zusammen mit Bernt Engelmann hat Günter Wallraff in "Ihr da oben - wir da unten" die Machtstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland untersucht. Die genauen Analysen von Bernt Engelmann und die investigative Arbeit von Günter Wallraff zeigen, daß es in Deutschland jenseits der demokratisch legitimierten Staatsmacht eine über Jahrhunderte gefestigte und erheblichen gesellschaftlichen Einfluß ausübende Macht außerhalb jeglicher demokratischen Kontrolle gibt. So zeigen die Autoren, welche Bedeutung auch heutzutage noch z.B. das Fürstentum von Thurn und Taxis in Deutschland hat und wie es Einfluß auf politische Entscheidungen nimmt. Sie zeigen, wie es in deutschen Großbetrieben und Konzernen zugeht, deren Größe und Wachstum häufig durch geschickte Vorteilsnahme im menschenverachtenden totalitären System unter Adolf Hitler begründet ist, deren Ansehen aber durch trickreiche Schachzüge in der Nachkriegszeit darunter nicht gelitten hat.

In "Ganz unten" untersucht Günter Wallraff die Macht deutscher Großkonzerne speziell aus der Rolle ausländischer Arbeitnehmer. Er kann dabei aufzeigen, wie systematisch die mangelnde Kenntnis der deutschen Sprache und die mangelnde Kenntnis der eigenen Rechte von den Konzernen ausgenutzt werden und gültige Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften ignoriert werden.


Michael Ende

Michael Ende ist sicherlich einer der bekanntesten Autoren von Kinderbüchern in Deutschland. Seine wunderschöne Geschichte "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" ist vielen sicherlich auch als vierteiliges Bühnenstück der Augsburger Puppenkiste aus dem Fernsehen bekannt. Auf der idyllischen Insel Lummerland, ohne Umweltverschmutzung, ohne Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste, lebt der Lokomotivführer Lukas zusammen mit zwei weiteren Einwohnern als Untertanen des Königs Alfons.

Als dann durch einen Zufall Jim Knopf auf der Insel auftaucht, nimmt sich Lukas völlig ohne Geldsorgen einen mehrmonatigen Urlaub, um zusammen mit seiner Lokomotive Emma und Jim im Rahmen einer Weltreise dessen Herkunft zu erkunden. In "Jim Knopf und die Wilde 13" wird schließlich sogar die Herkunft der Insel Lummerland aufgeklärt.

In dem Märchen "Momo" hält Michael Ende der heutigen hektischen und schnelllebigen Gesellschaft einen Spiegel vor. Er zeigt, daß die Menschen füreinander Zeit haben könnten, daß es möglich wäre, einander zuzuhören und zu verstehen, daß man das Leben genießen kann, wenn man es nur schafft, sich die Zeit dafür zu nehmen. Durch "Graue Herren", in schicken und gleichzeitig farblosen Anzügen korrekt gekleidete Geschäftsleute, die "Shareholder Value", "Just in time", "Globalisierung" und "Privatisierung" als allgemeingültige Ideale etablieren, die jeden Arbeitnehmer bis zum letzten Straßenkehrer zum eigenständigen "Profit Center" machen, wird den Menschen Stunde für Stunde ihrer wertvollen Lebenszeit gestohlen. Michael Ende erinnert daran, daß vertane Zeit nie wiederkommt und Zeit nicht auf später verschoben werden kann: Jede Stunde, die unter Zeitdruck gehetzt und glücklos verflogen ist, ist verraucht und wertlos - im Gegensatz zu jeder Stunde, die wir uns für uns selber nehmen.



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